In diesem Teil geht es um die Mitte Kubas. Wir sind von Varadero aus mit einer kleinen Gruppe losgefahren. Die Tour geht über zwei Tage nach Cienfuegos, Trinidad, in den Nationalpark Topes de Collantes und zum Abschluss nach Santa Clara, wo man das Mausoleum einiger Revolutionäre findet. Der Berühmteste ist wohl Ernesto Che Guevara.

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Natürlich wäre eine selbst organisierte Tour möglich aber die Organisation mit den Buchungen der Busse und der Unterkünfte muss vor dem Urlaub gemacht werden. Wenn man zu spät bucht, kann es sein dass die eine oder andere Unterkunft schon ausgebucht ist und dann steht man da und hat kein Bett. Mit der geführten Tour hat man diese Problem nicht. Allerdings ist man in ein festes zeitliches Konzept eingebunden und der Zeitrahmen ist oft recht eng gestrickt.
Die Straßen und die Autobahn in Kuba ist teilweise in einem sehr schlechten Zustand und bei Nacht gibt es natürlich keine Beleuchtung. Tagsüber ist das kein Problem da man die Pferdefuhrwerke, Moped- und Radfahrer frühzeitig sieht. Aber Nachts ist das für unsere Verhältnisse schon richtig abenteuerlich. Fahren auf der Autobahn ist auch etwas anders Organisiert als bei uns. Als erstes fällt auf, dass die Autobahn von allem genutzt wird was Räder hat. Darum fahren alle PKWs und Busse auf der linken Spur. Die ist einerseits in der besten Verfassung und zweitens sind rechts die ganzen anderen unterwegs. Fährt man auf ein anderes Fahrzeug auf, wird rechts überholt. Auf dem Mittelstreifen stehen hin und wieder fliegende Händler mit allem möglichen Gemüse, Zwiebeln oder Knoblauch und bieten dort ihre Waren an. Manchmal kommt es auch vor , dass neben der Autobahn gebaut wird und dann kommt es schon mal vor, dass ein Baufahrzeug oder ein Traktor quer über die Autobahn fährt. In Kuba juckt das keinen, das ist vollkommen Normal.
Cienfuegos
ist sie die sechstgrößte Stadt Kubas. Aufgrund ihrer Attraktivität wird die Stadt in Kuba „Perle des Südens“ genannt, wegen ihrer günstigen Lage früher auch „Der große amerikanische Hafen“. Im Jahr 2005 wurde das historische Stadtzentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
1494 wurde die Bucht zum ersten Mal von Christoph Kolumbus beschrieben und die angrenzende Region „Cacicazgo de Jagua“ benannt. Neben den ansässigen Ureinwohnern begannen Spanier die Gegend zu besiedeln. Um 1745 wurde das Fort Nuestra Señora de los Ángeles de Jagua zum Schutz gegen Piratenüberfälle errichtet. Die erste Zuckermühle in der Nähe des Ortes wurde 1751 erbaut. Nachdem Ende des 18. Jahrhunderts mit der Erweiterung der inzwischen entstandenen Siedlung und des Hafens begonnen worden war, ließen sich im April 1819 auf Veranlassung des spanischen Oberstleutnants Fernandina de Jagua 46 Familien aus Frankreich und den nahegelegenen französischen Kolonien im Schutze der Festung nieder. Der weiter unter spanischer Herrschaft stehende Ort wurde nach dem spanischen König Ferdinand VII. „Fernandina de Jagua“ genannt. Als 1825 ein schwerer Sturm große Teile des Ortes zerstört hatte, wurde unter Leitung des eingewanderten französischen Stadtplaners D’Clouet der Wiederaufbau eingeleitet. Dabei entstand das heute noch die Stadt prägende schachbrettartige Straßennetz. Anschließend erfolgte 1829 die Umbenennung nach dem spanischen Generalgouverneur José Cienfuegos.





Trinidad
Trinidad wurde 1514 von dem spanischen Eroberer Diego Velázquez de Cuéllar unter dem Namen „Villa De la Santísima Trinidad“ gegründet. Es war nach Baracoa und Bayamo die dritte spanische Siedlungsgründung. 1519 starteten die Konquistadoren unter Hernán Cortés von Trinidad zu ihren Eroberungszügen nach Mexiko. In Trinidad hatte man zunächst gehofft, in den nahe gelegenen Flüssen Gold zu finden. Als sich die Pläne jedoch als unrealistisch erwiesen hatten, lebte man bis in das 18. Jahrhundert hinein hauptsächlich vom Schmuggel.
Seinen Aufstieg zu einer wohlhabenden Stadt verdankt Trinidad dem Zucker und dem damit verbundenen Sklavenhandel. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Trinidad eine der bedeutendsten Zuckermetropolen Kubas. Daneben wurden erfolgreich Tabakanbau und Viehzucht betrieben, sodass sich zwischen 1780 und 1830 die Bevölkerung vervierfachte. Den Aufschwung von Trinidad zur drittgrößten Stadt Kubas konnten auch dreimalige Plünderungen durch Piraten nicht stoppen. Zu den größten Zuckerrohrplantagen entwickelte sich das Valle de los Ingenios, wo die Pflanzerfamilie Iznaga 1830 mit dem Bau von Zuckermühlen begann. 1846 erreichte die Zuckerproduktion mit 7700 Tonnen ihren Höchststand. Während seiner Forschungsreise durch die Amerikanischen Tropen (1799-1804) hielt sich Alexander von Humboldt 1801 für kurze Zeit in Trinidad auf.
Als mit dem verstärkten Anbau der Zuckerrübe in Europa Ende des 19. Jahrhunderts die Zuckerproduktion aus Zuckerrohrdrastisch zurückging, endete die Blütephase der Stadt. Trinidad verlor seine Vormachtstellung in der Region an das benachbarte Cienfuegos, das durch die Erschließung neuer Verkehrswege und den Ausbau seines Hafens seinerseits einen Aufschwung erlebte. Trinidad versank in die Bedeutungslosigkeit, konnte aber sein mittelalterliches Straßenbild und teilweise auch die Prachtbauten rund um den Plaza Major erhalten. Erst in den 1950er Jahren erlebte Trinidad wieder einen Aufschwung durch die neuen Straßenverbindungen nach Cienfuegos und Sancti Spíritus. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre war die wenige Kilometer nördlich der Stadt gelegene Sierra de Escambray Rückzugsgebiet konterrevolutionärer Gruppen. Seit 1988 ist die Stadt gemeinsam mit den 20 km außerhalb liegenden Zuckerrohrplantagen von Valle de los Ingenios Weltkulturerbe der UNESCO.
Eine der größten Touristenattraktionen ist die Plaza Mayor, deren Flair noch heute an die Kolonialzeit erinnert. Alle bedeutenden Museen sind rund um diesen Platz zu finden, etwa das Museo Romántico im ehemaligen Palacio Brunet und das Architekturmuseum. Das koloniale Zentrum mit etwa 600 m Durchmesser ist zum großen Teil erhalten, die meisten Häuser werden bewohnt.







Nationalpark Topes de Collantes
Rund 800 Meter über dem Meeresspiegel, in der Sierra del Escambray Kubas, befindet sich der Nationalpark Topes de Collantes
Unterkuft
Die Vegetation innerhalb des Nationalparks gestaltet sich sehr vielfältig. Die gebirgige Region ist durchzogen von Regenwald, aber auch Kiefern-, Eukalyptus– und Laubwälder sind Ökosysteme im Topes de Collantes. Ferner prägen Flüsse, unterirdische Höhlensysteme, Seen und Wasserfälle das Landschaftsbild und bieten einen Lebensraum für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten.






Santa Clara


