Dieses Jahr konnte ich mir endlich einen lange gehegten Wunsch erfüllen. Kuba! Im Vorfeld habe ich mich über verschiedene Wege über das Land informiert. Bei YouTube gibt es schöne Reiseberichte und Reportagen. Zu lesen gibt es im Netz und in Reiseführern auch jede Menge. Und das schöne daran ist die Aktualität. Kurz, man kann sich vor der Reise sehr gut vorbereiten.
Der Flug von Frankfurt dauert ca. 11 Stunden. Flughäfen gibt es einige. Die wichtigsten sind in Havanna, Varadero und Santiago der Cuba. Die Einreisebestimmungen sind einfach. Falls man mit einem Reiseveranstalter nach Kuba fliegt, bekommt man vorher eine Touristenkarte. Die ist zweigeteilt und wird bei der Einreise am Zoll getrennt. Darauf stehen aber nur persönliche Daten. Ein Teil bleibt beim Reisenden, den anderen Teil behält die Behörde. Bei der Ausreise muss man den eigenen Teil dann auch wieder abgeben. Individualurlauber können sich das Visum hier besorgen. Im Flugzeug muss dann noch die obligatorische Karte ausgefüllt werden, worauf dann steht, was man alles ins Land einführt. Kann man als Tourist aber fast alles leer lassen.

Die Hotels in Varadero bieten gehobenen Standard, allerdings gibt es schon noch Unterschiede zu europäischen Hotels. Man merkt, dass es an einigen Dingen mangelt. beispielsweise Handtücher. Auch das Internet ist in Kuba noch lange nicht auf unseren gewohnten Niveau. Im Hotel kann man die Internetkarten kaufen, mit denen man sich dann einloggen kann. Seltsam war, dass es manchmal klappt manchmal nicht. Ich habe aber nicht rausgefunden was der Grund war. Aber eigentlich ist das egal, da Kuba so vielfältig ist. Schon die alten Autos, die wirklich überall rumfahren, lassen einen permanent staunen.


Entweder sind die Wagen aus der Zeit als die Amerikaner noch in Kuba waren, also den 50ern oder es sind Wagen aus der Zeit als der Ostblock noch existierte. Das sind dann die Ladas aus den 80ern. Alles andere sind Leihwagen für Touristen oder Autos die von Ausländern importiert wurden. Die Autos gehören zum größten Teil dem Staat, Agenturen oder Taxiunternehmen. Privatleute können sich so ein Auto schon auf Grund des mageren Verdienstes nicht leisten. Mehrere Kubaner sprachen von 25000,-€ , die man für einen Oldtimer bezahlen müsste. Das ist bei einem Monatsverdienst von umgerechnet 40,-€ unmöglich.

In Havanna findet man viel alte Architektur. Teilweise ist die bereits renoviert oder erweckt den Eindruck, dass da nichts mehr zu retten Ist. Man sieht aber die Bemühungen die Gebäude zu retten.

Wenn man individuell reisen möchte, geht das auch sehr gut. Entweder mit dem Leihwagen oder mit dem Bus. Sogar per Anhalter ist ohne Probleme möglich. Die einheimischen machen das ständig und da es sehr wenig Kriminalität gibt ist das auch relativ ungefährlich. Wohnen kann man mittlerweile auch privat. Es gibt mehrere Webseiten zum Buchen der Casa particular. Ich habe mal eine verlinkt. Dort kann man auch gut essen. Allerdings haben sich die Preise im Tourismus mittlerweile auf unser Niveau angepasst. Im allgemeinen muss man sagen, das ein Urlaub auf Kuba nicht der günstigste ist. Das ist ja für die Kubaner die einzige Möglichkeit an Devisen zu kommen.
Von Varadero aus kann man Ausflüge buchen. So kann man sich die Mitte und den Norden mit relativ wenig Zeitaufwand ansehen. Um den Süden von Kuba auch noch abzudecken, muss man wirklich viel Zeit investieren. Wir haben uns deshalb entschlossen, nur die Mitte und den Norden Kubas zu erkunden. Wenn wir mal wieder nach Kuba kommen, werden wir direkt in den Süden reisen. Unser erster Trip ging nach Havanna in einem 57er Ford. Das bekommt man je nach Verhandlung zwischen 130 und 170 CUC, was genau dem Betrag in Euro entspricht. Man hat dann einen Reiseleiter und einen Fahrer und bekommt nach Absprache ein schönes Tagesprogramm.
Der Zustand der Autos lässt natürlich zu wünschen übrig. Die meisten riechen stark nach Benzin und ich bezweifle, dass die bei uns noch über den TÜV kommen würden. Die original Motoren sind schon wegen des Benzinverbrauchs gegen Motoren aus China oder Korea getauscht worden und ob die Bremsen und die Beleuchtung bei allen ordnungsgemäß funktioniert, ist mehr als fraglich. Aber es macht einen Heidenspaß damit durch Havanna zu fahren. Das darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Von Varadero braucht man knapp zwei Stunden nach Havanna, da die Reisegeschwindigkeit nicht über 100 km/h steigt. Das Auto stand uns von 8:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr zur Verfügung und wir haben mit unserem Reiseleiter, der übrigens perfekt deutsch konnte, auf der Hinfahrt die Schwerpunkte ausgemacht. Er hat uns etliche Vorschläge gemacht und wir haben ausgesucht. Alles in allem war das ein sehr schöner Tag.




Im zweiten Teil gehts dann um den mittleren Teil Kubas.