Kenia (Teil 2)

Während meines Aufenthaltes in Kenia, haben wir eine dreitägige Fotosafari in der Masai Mara gebucht. In Kenia gibt es mehrere Möglichkeiten eine Safari zu unternehmen. Aber die beste, bequemste  und leider auch teuerste Variante ist eine Flugsafari von der Küste in die Masai Mara. Weitere Möglichkeiten bieten die Nationalparks Tsavo Ost und West sowie der Amboseli Nationalpark. Tsavo und Amboseli werden oft mit Kleinbussen angeboten, was sich aufgrund der Entfernungen aber als sehr anstrengend darstellt. Amboseli liegt ca. 650 km von der Küste entfernt. Allerdings bietet der Amboselipark eine atemberaubende Kulisse, mit dem in Tansania liegenden Kilimandscharo im Hintergrund.

Die Masai Mara liegt noch weiter nördlich und stellt den kenianischen Teil der in Tansania liegenden Serengeti  dar. Man kommt dort leider nur mit dem Flugzeug hin. Der Flug dauert ca. zwei Stunden und führt auch am Kilimandscharomassiv vorbei.

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Die Landschaft, die hauptsächlich aus Grassavanne mit Wald an den Ufern des Maraflusses besteht, beheimatet alle Tiere die man auf einer Safari sehen möchte. Die Masai Mara ist auch der tierreichste Nationalpark Kenias. Der Name “Masai Mara” setzt sich aus dem dort lebenden Volksstamm der Massai und dem Namen des Mara Flusses zusammen. Der Park liegt ca. 1500 m über dem Meeresspiegel. Einen Überblick über das Land bekommt man während eines Fluges mit dem Ballon, die überall für 300-400 Dollar angeboten werden. Man sitzt mit mehreren Leuten in einem großen Korb und schwebt über die Savanne. Man wird in der Regel um 5:00 Uhr morgens geweckt und fährt zum Startplatz. Der Flug dauert je nach Wind etwa 1 Stunde. Danach wird noch ein Frühstück in der Savanne angeboten. Durch die Lage der Masai Mara ist es zu dieser Uhrzeit kalt und man sollte sich warm anziehen. Und auf keinen Fall die Kamera vergessen.

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Es gibt mehrere schöne Lodges und Camps in der Masai Mara. Wir waren im Governors’ Camp. Es liegt direkt am Fluss mitten in der Savanne und die Tiere können jederzeit an die Zelte kommen. Nachts darf man sich nur in Begleitung eines bewaffneten Wachmanns im Camp bewegen. Die Mahlzeiten werden im Freien serviert, falls es nicht regnet. Wir hatten zum Glück nur schönes warmes Wetter. Die Zelte kann man durchaus als luxuriös bezeichnen und mittlerweile gibt es dort sogar elektrischen Strom in den Zelten. Das ist ganz nützlich, wenn man mal seine Kameraakkus laden muss. Braucht man aber eigentlich nicht. Ich hatte zwei Bodys (EOS 350D und 50D) und mehrere Optiken dabei. Zu jedem Body hatte ich drei Akkus. Wenn man nicht mit Bildstabilisator fotografiert reicht das dicke für drei Tage.

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An Optiken hatte ich mein Sigma 18-125, ein EF 50 1,8 II und mein EF 70-300 dabei. Zusätzlich hatte ich noch das Objektiv der EOS 350 D das EFs 18-55. Für den absoluten Notfall hatte ich noch meine kleine IXUS 60 dabei. Die meisten (Tier) Bilder entstanden mit dem EF 70-300 auf der EOS 50D. Die anderen mit meinem Immerdrauf 18-125mm von Sigma.  Nachts natürlich mit dem 50 1.8 II von Canon.

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Bei einer drei-Tage-Safari landet man kurz vor Mittag in der Nähe des Camps, bezieht die Zelte und geht zum Lunch. Um 14:30 Uhr ist Treffpunkt an den Jeeps und die Einteilung auf die Fahrer und Autos. Die erste Tour geht dann bis ca. 18:00 Uhr. Schon auf dieser Fahrt bekommt man einen Eindruck, was man die folgenden Tage erlebt. Tiere so weit das Auge reicht und riesige Herden Zebras, Gnus, Antilopen und dazwischen Elefantenfamilien, Löwen und Affen.

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Am Abend trifft man sich dann vor dem Essen am Lagerfeuer und erzählt mit anderen Gästen oder dem Manager mit seiner Familie über das Erlebte. Das Essen hat gehobenes Niveau man wird vom Personal sehr fürsorglich betreut. Ab und an laufen auch mal ein paar Elefanten oder ein Nilpferd durchs Camp und nachts streunen auch schon mal Löwen zwischen den Zelten umher.

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Am zweiten Tag werden dann drei Safaris und am dritten noch eine unternommen. Danach ist man aber von den Eindrücken so erschlagen, dass man alles erst mal einordnen muss. Die Fahrer der Jeeps halten untereinander mit Handys kontakt und somit ist die Wahrscheinlichkeit groß immer was besonderes zu sehen. Wir hatten das Glück einen sehr erfahrenen Massai als Fahrer zu haben, der sich offensichtlich sehr gut auskannte.  Alles in allem ein nicht ganz billiges aber unvergessliches Erlebnis. Zum Abschluss noch ein paar Bilder.

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