Kuba Teil 2

In diesem Teil geht es um die Mitte Kubas. Wir sind von Varadero aus mit einer kleinen Gruppe losgefahren. Die Tour geht über zwei Tage nach Cienfuegos, Trinidad, in den Nationalpark Topes de Collantes und zum Abschluss nach Santa Clara, wo man das Mausoleum einiger Revolutionäre findet. Der Berühmteste ist wohl Ernesto Che Guevara.

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Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

 

Natürlich wäre eine selbst organisierte Tour möglich aber die Organisation mit den Buchungen der Busse und der Unterkünfte muss vor dem Urlaub gemacht werden. Wenn  man zu spät bucht, kann es sein dass die eine oder andere Unterkunft schon ausgebucht ist und dann steht man da und hat kein Bett. Mit der geführten Tour hat man diese Problem nicht. Allerdings ist man in ein festes zeitliches Konzept eingebunden und der Zeitrahmen ist oft recht eng gestrickt.

Die Straßen und die Autobahn in Kuba ist teilweise in einem sehr  schlechten Zustand und bei Nacht gibt es natürlich keine Beleuchtung. Tagsüber ist das kein Problem da man die Pferdefuhrwerke, Moped- und Radfahrer frühzeitig sieht. Aber Nachts ist das für unsere Verhältnisse schon richtig abenteuerlich. Fahren auf der Autobahn ist auch etwas anders Organisiert als bei uns. Als erstes fällt auf, dass die Autobahn von allem genutzt wird was Räder hat. Darum fahren alle PKWs und Busse auf der linken Spur. Die ist einerseits in der besten Verfassung und zweitens sind rechts die ganzen anderen unterwegs. Fährt man auf ein anderes Fahrzeug auf, wird rechts überholt. Auf dem Mittelstreifen stehen hin und wieder fliegende Händler mit allem möglichen Gemüse, Zwiebeln oder Knoblauch und bieten dort ihre Waren an. Manchmal kommt es auch vor , dass neben der Autobahn gebaut wird und dann kommt es schon mal vor, dass ein Baufahrzeug oder ein Traktor quer über die Autobahn fährt. In Kuba juckt das keinen, das ist vollkommen Normal.

Cienfuegos

ist sie die sechstgrößte Stadt Kubas. Aufgrund ihrer Attraktivität wird die Stadt in Kuba „Perle des Südens“ genannt, wegen ihrer günstigen Lage früher auch „Der große amerikanische Hafen“. Im Jahr 2005 wurde das historische Stadtzentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

1494 wurde die Bucht zum ersten Mal von Christoph Kolumbus beschrieben und die angrenzende Region „Cacicazgo de Jagua“ benannt. Neben den ansässigen Ureinwohnern begannen Spanier die Gegend zu besiedeln. Um 1745 wurde das Fort Nuestra Señora de los Ángeles de Jagua zum Schutz gegen Piratenüberfälle errichtet. Die erste Zuckermühle in der Nähe des Ortes wurde 1751 erbaut. Nachdem Ende des 18. Jahrhunderts mit der Erweiterung der inzwischen entstandenen Siedlung und des Hafens begonnen worden war, ließen sich im April 1819 auf Veranlassung des spanischen Oberstleutnants Fernandina de Jagua 46 Familien aus Frankreich und den nahegelegenen französischen Kolonien im Schutze der Festung nieder. Der weiter unter spanischer Herrschaft stehende Ort wurde nach dem spanischen König Ferdinand VII. „Fernandina de Jagua“ genannt. Als 1825 ein schwerer Sturm große Teile des Ortes zerstört hatte, wurde unter Leitung des eingewanderten französischen Stadtplaners D’Clouet der Wiederaufbau eingeleitet. Dabei entstand das heute noch die Stadt prägende schachbrettartige Straßennetz. Anschließend erfolgte 1829 die Umbenennung nach dem spanischen Generalgouverneur José Cienfuegos.

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Trinidad

Trinidad wurde 1514 von dem spanischen Eroberer Diego Velázquez de Cuéllar unter dem Namen „Villa De la Santísima Trinidad“ gegründet. Es war nach Baracoa und Bayamo die dritte spanische Siedlungsgründung. 1519 starteten die Konquistadoren unter Hernán Cortés von Trinidad zu ihren Eroberungszügen nach Mexiko. In Trinidad hatte man zunächst gehofft, in den nahe gelegenen Flüssen Gold zu finden. Als sich die Pläne jedoch als unrealistisch erwiesen hatten, lebte man bis in das 18. Jahrhundert hinein hauptsächlich vom Schmuggel.

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Seinen Aufstieg zu einer wohlhabenden Stadt verdankt Trinidad dem Zucker und dem damit verbundenen Sklavenhandel. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Trinidad eine der bedeutendsten Zuckermetropolen Kubas. Daneben wurden erfolgreich Tabakanbau und Viehzucht betrieben, sodass sich zwischen 1780 und 1830 die Bevölkerung vervierfachte. Den Aufschwung von Trinidad zur drittgrößten Stadt Kubas konnten auch dreimalige Plünderungen durch Piraten nicht stoppen. Zu den größten Zuckerrohrplantagen entwickelte sich das Valle de los Ingenios, wo die Pflanzerfamilie Iznaga 1830 mit dem Bau von Zuckermühlen begann. 1846 erreichte die Zuckerproduktion mit 7700 Tonnen ihren Höchststand. Während seiner Forschungsreise durch die Amerikanischen Tropen (1799-1804) hielt sich Alexander von Humboldt 1801 für kurze Zeit in Trinidad auf.

Als mit dem verstärkten Anbau der Zuckerrübe in Europa Ende des 19. Jahrhunderts die Zuckerproduktion aus Zuckerrohrdrastisch zurückging, endete die Blütephase der Stadt. Trinidad verlor seine Vormachtstellung in der Region an das benachbarte Cienfuegos, das durch die Erschließung neuer Verkehrswege und den Ausbau seines Hafens seinerseits einen Aufschwung erlebte. Trinidad versank in die Bedeutungslosigkeit, konnte aber sein mittelalterliches Straßenbild und teilweise auch die Prachtbauten rund um den Plaza Major erhalten. Erst in den 1950er Jahren erlebte Trinidad wieder einen Aufschwung durch die neuen Straßenverbindungen nach Cienfuegos und Sancti Spíritus. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre war die wenige Kilometer nördlich der Stadt gelegene Sierra de Escambray Rückzugsgebiet konterrevolutionärer Gruppen. Seit 1988 ist die Stadt gemeinsam mit den 20 km außerhalb liegenden Zuckerrohrplantagen von Valle de los Ingenios Weltkulturerbe der UNESCO.

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Eine der größten Touristenattraktionen ist die Plaza Mayor, deren Flair noch heute an die Kolonialzeit erinnert. Alle bedeutenden Museen sind rund um diesen Platz zu finden, etwa das Museo Romántico im ehemaligen Palacio Brunet und das Architekturmuseum. Das koloniale Zentrum mit etwa 600 m Durchmesser ist zum großen Teil erhalten, die meisten Häuser werden bewohnt.

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Nationalpark Topes de Collantes

Rund 800 Meter über dem Meeresspiegel, in der Sierra del Escambray Kubas, befindet sich der Nationalpark Topes de Collantes

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Unterkuft

 

Die Vegetation innerhalb des Nationalparks gestaltet sich sehr vielfältig. Die gebirgige Region ist durchzogen von Regenwald, aber auch Kiefern-, Eukalyptus– und Laubwälder sind Ökosysteme im Topes de Collantes. Ferner prägen Flüsse, unterirdische Höhlensysteme, Seen und Wasserfälle das Landschaftsbild und bieten einen Lebensraum für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten.

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Santa Clara

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Kuba

Dieses Jahr konnte ich mir endlich einen ​lange gehegten Wunsch erfüllen. Kuba! Im Vorfeld habe ich mich über verschiedene Wege über das Land informiert. Bei YouTube gibt es schöne Reiseberichte und Reportagen​. Zu lesen gibt es im Netz und in Reiseführern auch jede Menge. Und das schöne daran ist die Aktualität. Kurz, man kann sich vor der Reise sehr gut vorbereiten.

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Der Flug von Frankfurt dauert ca. 11 Stunden. Flughäfen gibt es einige. Die wichtigsten sind in Havanna, Varadero und Santiago der Cuba. Die Einreisebestimmungen sind einfach. Falls man mit einem Reiseveranstalter nach Kuba fliegt, bekommt man vorher eine Touristenkarte. Die ist zweigeteilt und wird bei der Einreise am Zoll getrennt. Darauf stehen aber nur persönliche Daten. Ein Teil bleibt beim Reisenden, den anderen Teil behält die Behörde. Bei der Ausreise muss man den eigenen Teil dann auch wieder abgeben.  Individualurlauber können sich die Karte hier besorgen. Im Flugzeug muss dann noch die obligatorische Karte ausgefüllt werden, worauf dann steht, was man alles ins Land einführt. Kann man als Tourist aber fast alles leer lassen.

Die Hotels in Varadero bieten gehobenen Standard,  allerdings gibt es schon noch Unterschiede zu europäischen Hotels. Man merkt, dass es an einigen Dingen mangelt. beispielsweise Handtücher. Auch das Internet ist in Kuba noch lange nicht auf unseren gewohnten Niveau. Im Hotel kann man die Internetkarten kaufen, mit denen man sich dann einloggen kann. Seltsam war, dass es manchmal klappt manchmal nicht. Ich habe aber nicht rausgefunden was der Grund war. Aber eigentlich ist das egal, da Kuba so vielfältig ist. Schon die alten Autos, die wirklich überall rumfahren, lassen einen permanent staunen.

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Entweder sind die Wagen aus der Zeit als die Amerikaner noch in Kuba waren, also den 50ern oder es sind Wagen aus der Zeit als der Ostblock noch existierte. Das sind dann die Ladas aus den 80ern. Alles andere sind Leihwagen für Touristen oder Autos die von Ausländern importiert wurden. Die Autos gehören zum größten Teil dem Staat, Agenturen oder Taxiunternehmen. Privatleute können sich so ein Auto schon auf Grund des mageren Verdienstes nicht leisten. Mehrere Kubaner sprachen von 25000,-€ , die man für einen Oldtimer bezahlen müsste. Das ist bei einem Monatsverdienst von umgerechnet 40,-€ unmöglich.

In Havanna findet man viel alte Architektur. Teilweise ist die bereits renoviert oder erweckt den Eindruck, dass da nichts mehr zu retten Ist. Man sieht aber die Bemühungen die Gebäude zu retten.

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Wenn man individuell reisen möchte, geht das auch sehr gut. Entweder mit dem Leihwagen oder mit dem Bus. Sogar per Anhalter ist ohne Probleme möglich. Die einheimischen machen das ständig und da es sehr wenig Kriminalität gibt ist das auch relativ ungefährlich. Wohnen kann man mittlerweile auch privat. Es gibt mehrere Webseiten zum Buchen der Casa particular. Ich habe mal eine verlinkt. Dort kann man auch gut essen. Allerdings haben sich die Preise im Tourismus mittlerweile auf unser Niveau angepasst. Im allgemeinen muss man sagen, das ein Urlaub auf Kuba nicht der günstigste ist. Das ist ja für die Kubaner die einzige Möglichkeit an Devisen zu kommen.

Von Varadero aus kann man Ausflüge buchen. So kann man sich die Mitte und den Norden mit relativ wenig Zeitaufwand ansehen. Um den Süden von Kuba auch noch abzudecken, muss man wirklich viel Zeit investieren. Wir haben uns deshalb entschlossen, nur die Mitte und den Norden Kubas zu erkunden. Wenn wir mal wieder nach Kuba kommen, werden wir direkt in den Süden reisen. Unser erster Trip ging nach Havanna in einem 57er Ford. Das bekommt man je nach Verhandlung zwischen 130 und 170 CUC, was genau dem Betrag in Euro entspricht. Man hat dann einen Reiseleiter und einen Fahrer und bekommt nach Absprache ein schönes Tagesprogramm.

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Der Zustand der Autos lässt natürlich zu wünschen übrig. Die meisten riechen stark nach Benzin und ich bezweifle, dass die bei uns noch über den TÜV kommen würden. Die original Motoren sind schon wegen des Benzinverbrauchs gegen Motoren aus China oder Korea getauscht worden und ob die Bremsen und die Beleuchtung bei allen ordnungsgemäß funktioniert, ist mehr als fraglich. Aber es macht einen Heidenspaß damit durch Havanna zu fahren. Das darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Von Varadero braucht man knapp zwei Stunden nach Havanna, da die Reisegeschwindigkeit nicht über 100 km/h steigt. Das Auto stand uns von 8:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr zur Verfügung und wir haben mit unserem Reiseleiter, der übrigens perfekt deutsch konnte, auf der Hinfahrt die Schwerpunkte ausgemacht. Er hat uns etliche Vorschläge gemacht und wir haben ausgesucht. Alles in allem war das ein sehr schöner Tag.

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Im zweiten Teil gehts dann um den mittleren Teil Kubas.

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Veränderung der Rheinallee

Ich habe hier mal drei Bilder, an denen man die Veränderung der Rheinallee von 2011 bis 2016 sieht.

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2. Historisches zur Hochstraße

Alle Daten und Informationen hier, stammen aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Publikationen. Der erste Anlaufpunkt ist die Seite der Stadt zu diesem Thema https://ludwigshafen-diskutiert.de/bibliothek . Weiter seien die Sonderdrucke “Hochstraße Nord” aus dem Jahre 1980 und “Kurt-Schuhmacher-Brücke “ von 1972 zu erwähnen.

Bauzeit:

Das Ganze begann wohl mit einem Gutachten über den Bau und die Lage von vier Rheinbrücken von 1953. Dieses führte zu den eingabereifen Plänen von 1955. Der Abschluss ist 1978 zu datieren, da hier die Hochstraße Nord an die A 650 angeschlossen wurde.

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Etappen

1959 wurde mit der Fertigstellung der Konrad Adenauer Brücke (Südbrücke) und dem Bau der Hochstraße Süd bis zum Knoten an der Heinigstraße der erste Bauabschnitt der Hochstraße dem Verkehr übergeben. Der zweite Bauabschnitt zog sich dann bis 1969 hin und wurde mit der Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs und des Abschnitts der Hochstraße Süd mit der neuen Pylon Brücke bis zum Anschluss an die A650 beendet. Gleichzeitig wurde die unterirdischen Stadtbahn ab dem neuen Bahnhof fertiggestellt.

1972

Übergabe der Kurt-Schuhmacher Brücke (Nordbrücke)

1977

Fertigstellung der Hochstraße Nord von der Nordbrücke bis zum Grünzweigknoten

1978

Hochstraße Nord wird mit der A650 verbunden

Bilder von heute

Hochstrasse 2014 (19 von 47)-001Brückenschaden an der Hochstraße, Abfahrt von Mannheim zur Heinigstraße

 

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Hochstrasse 2014 (38 von 47)-001Hochstraße zwischen Güterbahnhof und Anbindung an die A650

 

Hochstrasse 2014 (3 von 47)-001Hochstrasse 2014 (1 von 47)-001Hochstraße im Bereich der Tunneleinfahrt am Felix-Bowling-Center

 

Hochstrasse 2014 (10 von 47)-001Hochstrasse 2014 (8 von 47)-001Hochstraße im Bereich des Übergangs zum Friedenspark

 

Hochstrasse 2014 (13 von 47)-001Unter der Hochstraße an der Lorientallee

Hochstrasse 2014 (27 von 47)-001Hochstrasse 2014 (23 von 47)-001Abfahrt von Mannheim zur Heinigstraße (gesperrt)

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1. Hochstrasse wird Stadtstrasse

Worum geht es?

Nachdem die Hochstraße in Ludwigshafen seit einigen Jahren so beschädigt ist, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist, wurde am 25.3.2014 vom Stadtrat die Entscheidung getroffen diese abzureisen und an ihrer Stelle eine Stadtstraße zu bauen.

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Ab 2018 soll es losgehen und 8 Jahre wird es mindestens dauern. Ich bin 1965 in Ludwigshafen geboren und kenne nichts anderes als die Hochstraße. Was davor war, kenne ich nur aus den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern. An die Zeit als der alte Bahnhof noch dort Stand, wo heute das Rathauscenter steht und das alte Viadukt die Gleise überquerten, kann ich mich nur sehr vage erinnern. Den Bau der Hochstraße hab ich nicht erlebt und bei der Einweihung des neuen Bahnhofs war ich noch im Kindergarten. Bei der Recherche zu diesen Projekten findet man zwar noch die alten Dokumente aber über die damalige Bauausführung bin ich (noch) nicht fündig geworden. Meine Informationen sind einzig die Erzählungen der Alten. Daraus ziehe ich meine Motivation, dieses aktuelle Projekt fotografisch zu begleiten.
Der erste Schritt ist jetzt natürlich die Dokumentation des Istzustandes und bei meinen ersten Erkundungen ist mir erst mal klar geworden, wie trostlos und verlassen auf der einen Seite die Bereiche unter der Hochstraße sind. Auf der anderen Seite findet man aber auch schöne Formen und Graffitis die es wert sind, dokumentiert zu werden.

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Hochwasser

So schlimm wie in anderen Gegenden ist es bei uns nicht gewesen. Es ist aber lange her, dass die Parkinsel so unter Wasser stand. Die Aufbauten des Filmfestivals wurden in letzter Sekunde noch gerettet.

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Neuer Rechner für Lightroom

Nachdem mein aller Core 2 Duo Rechner mit Windows 7 32 Bit und 3Gb Ram nach dem Update auf Lightroom 4 so entsetzlich langsam wurde, dass es keinen Spaß mehr machte, musste ein neuer Rechner her. Mit Lightroom 3 war die Performance noch einigermaßen aber nach der Umstellung auf Version 4 war‘s dann vorbei. Auf meiner Wunschliste stand ein aktueller I5 oder  I7 mit mindestens 8 GB Arbeitsspeicher. Geworden ist es ein I7 mit 12 GB und einer SSD als Bootfestplatte. Die Daten liegen auf einer 2 TB großen Festplatte.  Windows ist jetzt in der Version 8 64 Bit installiert und ein Blu-Ray-Brenner war auch noch drin. Der Rechner hat auch einen freien Hot-Plug-Laufwerksschacht, in den ich meine 1TB Backup-Platte eingebaut habe. Auf diese mach ich die Datensicherung mit Robocopy.

Lightroom installiert, die Daten von der externen Platte wieder zurückgespielt und den Katalog importieren dauerte ca. eine Stunde. Danach hat das Arbeiten mit Lightroom wieder richtig Spaß gemacht. Doppelklick auf das Symbol und nach gefühlten 5-6 Sekunden meldet sich der Gesamtkatalog. Auch bei der Bearbeitung der Raw Dateien meiner EOS 50D wurden die Änderungen ohne merkliche Verzögerung angezeigt.

 

Da sich nach dem Einspielen der Updates für Windows, die SSD rasend schnell gefüllt hat und bereits nach 2 Tagen nur noch 4 der 64 GB frei waren hab ich mal angefangen nach Lösungen im Internet zu suchen. Ich hab da zwar viel gelesen aber die wichtigsten Änderungen waren das Abschalten der Systemwiderherstellung und das Verlegen des User-Verzeichnisses von C: nach D:. Danach waren ca. 25% der 64Gb frei. Programme, die nicht sehr Zeitkritisch sind, wie Word und Excel hab ich gleich nach D: auf die Festplatte installiert. Nur die Bildbearbeitungs- und Videosoftware liegt noch auf der SSD.

 

Zum Abschluss noch die Liste der Komponenten:

 

Prozessor:       I7 3770 (4 Kerne, 3,4 GHz)  250,- €

Mainboard:     MSI                                            90,- €

Ram:               12 GB DDR 3                            100,-€                        

SSD:               64 GB für OS                               50,-€

HD:                 2TB für Daten                             60,-€

Grafik:            GeForce GTX650                    100,-€

OS:                 Win 8 64 Bit                                 90,-€

Gehäuse und Netzteil 450W                          100,-€

Blu-Ray-Brenner                                           68,-€

 

Die Preise der Einzelkomponenten hab ich bei Idealo am 27.3.2013 nachgeschaut und bin auf 908,-€ gekommen. Den Rechner hab ich fertig für 899,-€ gekauft. Und der hat auch noch einen Wechselslot für eine zusätzliche Festplatte, die man von vorne einfach einstecken kann. Jetzt kann das nächste Fotoprojekt kommen!

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Fotogalerie “Faszination Arktis” bei Geo.de

Geo.de hat eine tolle Auswahl von Bildern der Arktis und der Tiere die dort leben veröffentlicht. Der Fotografe Florian Schulz zeigt atemberaubende Bilder. Einfach toll! Unbedingt ansehen.

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Vestibular-Syndrom bei unserer Hündin Stella

Stella

Wir sind am 28.8.11 morgens aufgestiegen und unsere Stella hat uns normal begrüßt. Gefressen hat sie allerdings nichts. Kurz bevor meine Frau mit ihr Gassi gehen wollte, zeigte sie ganz plötzlich Symptome, die sich für uns Laien wie ein Schlaganfall darstellten. Stella kam nicht weit. Sie konnte sich nicht auf den Beinen halten und kippte um. Da sie ca. 14 Jahre ist, stieg schon Panik auf und wir dachten zuerst das war’s. Nachdem sich Stella etwas beruhigte und einschlief, haben wir uns im Internet mal schlau gemacht. Und da stand, dass Schlaganfall bei Hunden so gut wie gar nicht vorkommt. Die Krankheit, die sich wie Schlaganfall anfühlt nennt sich “idiopathisches geriatrisches Vestibulärsyndrom” und ist eine Erkrankung des Gleichgewichtorgans. Idiopathisch bedeutet hierbei, dass man nicht so genau weiß, was die Krankheit auslöst. Geriatrisch bezieht sich auf die Altersgruppe und bedeutet, dass ältere Tiere betroffen sind. Es können aber auch jüngere Tiere betroffen sein. Allerdings ist der Verlauf meist günstig und die Symptome verschwinden nach ein paar Tagen mehr oder weniger.

Die Symptome im Einzelnen:

  • Starkes zucken der Augen (Nystagmus)
  • Hängen des Kopfes nach einer Seite.
  • Wegsacken der Hinterbeine.
  • Im Kreis laufen wollen, geradeaus geht nicht.
  • Starker Speichelfluss
  • Erbrechen, wahrscheinlich durch die Übelkeit
  • Verweigerung der angebotenen Nahrung

Wir sind zu einem Not-Arzt gefahren und die diensthabende Tierärztin hat zuerst eine Elektrolyt-Infusion gelegt und Blut genommen. Das große Blutbild ergab stark erhöhte Leberwerte und die Ärztin konnte nicht ausschließen, dass die erhöhten Leberwerte der Grund für die Erkrankung waren. Die erste Infusion wurde Stella komplett in der Praxis gegeben. Während dieser Zeit bekam sie noch eine Cortison Spritze, etwas gegen die hohen Leberwerte und noch was gegen die Übelkeit. Während der Infusion hat sie erbrochen danach schlief sie in der Praxis ein. Nach ca. zwei Stunden sind wir nach Hause gefahren, wobei sich der Zustand etwas verbessert hatte. Das Augenzucken wurde weniger und sie konnte in Ihr Körbchen steigen (10 cm). An Treppensteigen war allerdings nicht zu denken. Da wir im 2. Stock wohnen, haben wir Stella getragen. Zu Hause haben wir ihr dann eine weitere Infusion gelegt, die dann noch mal zwei Stunden lief. In der ersten Nacht war sie ruhig.

Am 2. Tag sind wir wieder in die Praxis und Stella hat eine weitere Infusion erhalten. Die Infusion lief den ganzen Tag und das Personal in der Praxis sagte uns, dass die Zeit bis 18:00 Uhr nicht reicht, was aber bedeutete, dass Stella über Nacht dort bleiben muss. Das kam für uns nicht in Frage. Wir haben dann parallel unseren eigentlichen Tierarzt kontaktiert, der uns auch dazu geraten hat Stella mit nach Hause zu nehmen. Wir haben sie dann um 17:00 Uhr abgeholt und sind zu unserem (eigentlichen) Tierarzt gefahren. Der hat sofort das Vestibular-Syndrom diagnostiziert und hat die erhöhten Leberwerte als Ursache ausgeschlossen. Er gab ihr ein Antibiotikum und hat uns für den nächsten Tag wieder einbestellt. Wir bemerkten schon an diesem Abend eine deutliche Verbesserung ihres Zustandes. Der Speichelfluss normalisierte sich, das Augenzucken wurde weniger und sie konnte sogar wieder ein paar Treppen hochsteigen. Die Nacht war wieder ruhig. Die angebotene Nahrung hat sie zuerst verweigert, was wir uns mit der Übelkeit erklärten. Später haben wir allerding festgestellt, dass der Grund ein anderer war. Beim Bücken über ihren Napf wurde ihr scheinbar so schwindelig, dass sie nicht fressen konnte. Aus der Hand hat sie die Nahrung aber angenommen. Das Gleiche galt auch für das Trinken. Am Besten, den Napf zum Trinken hinhalten.

Am 3. Tag gingen wir morgens mit ihr Gassi. Dabei konnte sie die gesamten zwei Stockwerke wieder runterlaufen. Sie lief noch schief und der Kopf hing auch noch nach links. Ansonsten wurde ihr Zustand deutlich besser. Der Arzt gab ihr wieder Antibiotika und eine weitere Spritze gegen die hohen Leberwerte. Er machte uns jetzt auch wieder Mut, dass Stella vermutlich wieder wird. Sie hat mittags auch wieder aus ihrem Napf gefressen – allerdings zögerlich. Vermutlich ist der Schwindel beim Bücken noch etwas da. Aber der Hunger hat gesiegt. Mittags bin ich dann zum ersten Mal etwas weiter mit ihr gegangen. Sie war noch sichtbar unsicher und hat ständig nach mir gesucht. Es hat sie noch angesträngt aber der Arzt hat gesagt, wir sollen sie ruhig etwas fordern, um den Kreislauf in Gang zu bringen. Ihr Gang war viel besser aber die schiefe Kopfhaltung war noch deutlich sichtbar.

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Der 4. Tag war eigentlich wie der Dritte. Sie hat sich ein wenig erholt. Der Kopf hängt noch immer nach links und der Gang ist noch torkelig. Das Augenzucken ist fast verschwunden. Am Abend hat sie mit etwas Nassfutter ihre Medikamente bekommen, hat aber eine Stunde später alles wieder ausgebrochen. Allgemein ist sie auf dem Weg der Besserung.

Am 5. Tag waren wir nochmal beim Tierarzt. Dass Stella am Vortag nochmal gebrochen hat sei nicht so schlimm – wenn es bei dem einen Mal bleibt. Sie hat auch noch eine Spritze gegen die hohen Leberwerte bekommen. Sie ist jetzt wieder wacher, freut sich wenn man heimkommt, hält allerdings immer noch den Kopf schief. Das Augenzittern ist weg. Abschließend kann man sagen, dass die Berichte im Internet alle Recht hatten. Stella hat sich innerhalb einer Woche wieder erholt und ist wohl über den Berg. Und das mit 14!

Update:

Es ist jetzt zwei Wochen her, dass Stella den Anfall hatte. Heute können wir zum Glück sagen: sie ist wieder die Alte!

Weiteführende Links und Erfahrungsberichte:

http://www.tierarztpraxis-reuter.de/tierarzt_info/index_katze.htm

http://www.berlin-tierhomoeopathie.de/vestibulaersyndrom.html

http://www.clan-alba.de/erfahrungsberichtvestibular.htm

http://wildbunchranch.wordpress.com/2009/07/01/jenni-%E2%80%93-auf-dem-weg-der-besserung%E2%80%A6-vestibular-syndrom/

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuritis_vestibularis

Am 30.4.2013 ist Stella eingeschlafen.

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Kenia (Teil 2)

Während meines Aufenthaltes in Kenia, haben wir eine dreitägige Fotosafari in der Masai Mara gebucht. In Kenia gibt es mehrere Möglichkeiten eine Safari zu unternehmen. Aber die beste, bequemste  und leider auch teuerste Variante ist eine Flugsafari von der Küste in die Masai Mara. Weitere Möglichkeiten bieten die Nationalparks Tsavo Ost und West sowie der Amboseli Nationalpark. Tsavo und Amboseli werden oft mit Kleinbussen angeboten, was sich aufgrund der Entfernungen aber als sehr anstrengend darstellt. Amboseli liegt ca. 650 km von der Küste entfernt. Allerdings bietet der Amboselipark eine atemberaubende Kulisse, mit dem in Tansania liegenden Kilimandscharo im Hintergrund.

Die Masai Mara liegt noch weiter nördlich und stellt den kenianischen Teil der in Tansania liegenden Serengeti  dar. Man kommt dort leider nur mit dem Flugzeug hin. Der Flug dauert ca. zwei Stunden und führt auch am Kilimandscharomassiv vorbei.

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Die Landschaft, die hauptsächlich aus Grassavanne mit Wald an den Ufern des Maraflusses besteht, beheimatet alle Tiere die man auf einer Safari sehen möchte. Die Masai Mara ist auch der tierreichste Nationalpark Kenias. Der Name “Masai Mara” setzt sich aus dem dort lebenden Volksstamm der Massai und dem Namen des Mara Flusses zusammen. Der Park liegt ca. 1500 m über dem Meeresspiegel. Einen Überblick über das Land bekommt man während eines Fluges mit dem Ballon, die überall für 300-400 Dollar angeboten werden. Man sitzt mit mehreren Leuten in einem großen Korb und schwebt über die Savanne. Man wird in der Regel um 5:00 Uhr morgens geweckt und fährt zum Startplatz. Der Flug dauert je nach Wind etwa 1 Stunde. Danach wird noch ein Frühstück in der Savanne angeboten. Durch die Lage der Masai Mara ist es zu dieser Uhrzeit kalt und man sollte sich warm anziehen. Und auf keinen Fall die Kamera vergessen.

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Es gibt mehrere schöne Lodges und Camps in der Masai Mara. Wir waren im Governors’ Camp. Es liegt direkt am Fluss mitten in der Savanne und die Tiere können jederzeit an die Zelte kommen. Nachts darf man sich nur in Begleitung eines bewaffneten Wachmanns im Camp bewegen. Die Mahlzeiten werden im Freien serviert, falls es nicht regnet. Wir hatten zum Glück nur schönes warmes Wetter. Die Zelte kann man durchaus als luxuriös bezeichnen und mittlerweile gibt es dort sogar elektrischen Strom in den Zelten. Das ist ganz nützlich, wenn man mal seine Kameraakkus laden muss. Braucht man aber eigentlich nicht. Ich hatte zwei Bodys (EOS 350D und 50D) und mehrere Optiken dabei. Zu jedem Body hatte ich drei Akkus. Wenn man nicht mit Bildstabilisator fotografiert reicht das dicke für drei Tage.

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An Optiken hatte ich mein Sigma 18-125, ein EF 50 1,8 II und mein EF 70-300 dabei. Zusätzlich hatte ich noch das Objektiv der EOS 350 D das EFs 18-55. Für den absoluten Notfall hatte ich noch meine kleine IXUS 60 dabei. Die meisten (Tier) Bilder entstanden mit dem EF 70-300 auf der EOS 50D. Die anderen mit meinem Immerdrauf 18-125mm von Sigma.  Nachts natürlich mit dem 50 1.8 II von Canon.

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Bei einer drei-Tage-Safari landet man kurz vor Mittag in der Nähe des Camps, bezieht die Zelte und geht zum Lunch. Um 14:30 Uhr ist Treffpunkt an den Jeeps und die Einteilung auf die Fahrer und Autos. Die erste Tour geht dann bis ca. 18:00 Uhr. Schon auf dieser Fahrt bekommt man einen Eindruck, was man die folgenden Tage erlebt. Tiere so weit das Auge reicht und riesige Herden Zebras, Gnus, Antilopen und dazwischen Elefantenfamilien, Löwen und Affen.

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Am Abend trifft man sich dann vor dem Essen am Lagerfeuer und erzählt mit anderen Gästen oder dem Manager mit seiner Familie über das Erlebte. Das Essen hat gehobenes Niveau man wird vom Personal sehr fürsorglich betreut. Ab und an laufen auch mal ein paar Elefanten oder ein Nilpferd durchs Camp und nachts streunen auch schon mal Löwen zwischen den Zelten umher.

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Am zweiten Tag werden dann drei Safaris und am dritten noch eine unternommen. Danach ist man aber von den Eindrücken so erschlagen, dass man alles erst mal einordnen muss. Die Fahrer der Jeeps halten untereinander mit Handys kontakt und somit ist die Wahrscheinlichkeit groß immer was besonderes zu sehen. Wir hatten das Glück einen sehr erfahrenen Massai als Fahrer zu haben, der sich offensichtlich sehr gut auskannte.  Alles in allem ein nicht ganz billiges aber unvergessliches Erlebnis. Zum Abschluss noch ein paar Bilder.

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