1 Die Tagentensteigung als
Grenzwert der Sekantensteigung
1.3 Die Steigung im Punkt P (der
Differentialquotient):
1.4 Anwendung für den
Differentialquotienten
1.5 Die Tangentensteigung der
Funktion f(x)=3x²
1.6 Die Tangentensteigung der
Funktion f(x)=3x²-2x+3
2 Die 1. Ableitung der Funktion f(x)
2.1 Ableitungsregel bei einfachen
Potenzfunktionen
2.2 Ableitungsregel bei
Potenzfunktionen mit Faktor vor der Potenz
2.3 Ableitungsregel bei Summen und
Differenzen von Potenzfunktionen
2.4 Kleiner Ausflug in die Potenzen
3 Ableitungsregeln verschiedener
Funktionen
3.3 Die Potenzfunktion ohne Faktor
3.4. Die Potenzfunktion mit Faktor
3.5 Die ganzrationale Funktion
3.9 Die Ableitung eines Faktors vor
der Sinusfunktion
3.10 Die Ableitung der Summe
mehrerer Funktionen (Summenregel)
3.11 Die Ableitung des Produktes
mehrerer Funktionen (Produktregel)
3.12 Die Ableitung des Quotienten
mehrerer Funktionen (Quotientenregel)
3.13 Die Ableitung von verketteten
Funktionen
3.14 Ableitung der
Exponentialfunktion
3.14.1 Vorgehensweise beim Ableiten
4.1.2 Ableitungen einer Funktion
4.1.3 Monotonieverhalten der
Funktion
4.1.6 Lokale Extremwerte ( Minimum,
Maximum )
4.1.7 Hochpunkte und Tiefpunkte
4.1.12 Verhalten im Unendlichen
4.2.1 Beispielrechnung für eine
Extremwertaufgabe
4.2.2 Eine Dose mit halbrundem Kopf
4.2.3 Extremwertaufgabe „Zylinder
im Kegel“
4.2.4 Die Fläche eines
Fußballplatzes
1. Sekante
Eine Gerade, die eine Funktion in zwei Punkten schneidet.
2.Tangente
Eine Gerade, die eine Funktion nur in einem Punkt berührt.
3.Steigung
Das Verhältnis zwischen der Gegenkatete und der Ankatete im Steigungsdreieck.
ms = Sekantensteigung
mt = Tangentensteigung
Hat eine Funktion keinen linearen oder konstanten Verlauf, kann man die Steigung an einem bestimmten Punkt nicht direkt erkennen. Diesen Sachverhalt nennt man Tangentenproblem.

Im gezeigten Bild ist eine Funktion f gegeben, die im Punkt P einmal von einer Sekante geschnitten und von einer Tangente tangiert wird. Die Steigung der Sekante (Dreieck) ist einfach auszurechnen, wenn die Funktionsbeschreibung, und zugleich die Punkte x und x+h auf der X-Achse bekannt sind. Die Breite h ( Dx) ist x+h minus x. Die Höhe des Dreiecks ( Dy) ist der Funktionswert f(x+h) minus f(x).
Die Steigung des Dreiecks ist Allgemein:
ms = Gegenkthete / Ankathete = Dy/Dx
Also ist die Sekantensteigung ms:
![]()
x und –x entfällt
Nun ist aber die Sekantensteigung nicht die Steigung im Punkt P. Der Trick ist nun den Punkt Q auf der Funktion zum Punkt P zulaufen zu lassen, so dass sich aus der Sekante die Tangente ergibt, wenn Q und P gleich sind. Dabei wird h immer kleiner und wird schließlich Null.
Man sagt: Die Tangentensteigung ist der Grenzwert der Sekantensteigung wenn h gegen Null geht. Hier ist eine Flash-Animation "Die Ableitung als Grenzwert" zur Veranschaulichung.

Gegeben ist die Gleichung 2. Grades

Gesucht wird nun die Steigung der Funktion im
Punkt x = 2.
In die Formel für die Sekantensteigung
![]()
setzen wir unsere Funktionsgleichung ein, indem für jedes x in der Funktionsgleichung (x+h) eingesetzt wird und x² noch mal abgezogen wird. In den Nenner kommt dann noch h, fertig ist die Formel zum Differentialquotient.
Klammer auflösen
x² fällt
raus
h wird
gekürzt
![]()
Da wir uns bereits überlegt haben, dass beim Zusammenlaufen
der Punkte P und Q, h gegen Null geht, gilt für die Tangentensteigung mt
![]()
Da h gegen Null geht fällt es raus und mt ist
![]()
Also gilt für jeden Punkt auf der Funktion
die Tangentensteigung
![]()
In der Aufgabenstellung am Anfang war nach der Tangentensteigung
im Punkt x=2 gefragt also ist mt = 2*x = 2 * 2 = 4
Die
Steigung der Tangente im Punkt x = 2 beträgt 4.
Gegeben ist jetzt die Funktion
![]()
Gesucht ist wieder die Tangentensteigungsfunktion.
Funktion einsetzen
![]()
Klammer auflösen
![]()
3x² fällt raus
![]()
h wird gekürzt
![]()
Da h gegen Null geht gilt
![]()
![]()

Jetzt kann man für jeden Punkt auf der Funktion f(x)=3x² die Tangentensteigung bestimmen.
Beispiel:
Gesucht ist die Steigung im Punkt x = 3
mt = 6 * x = 6 * 3 = 18
Die
Steigung der Tangente im Punkt x = 3 beträgt 18.

Wenn die Funktionsgleichung komplexer wird, kann man beim Einsetzen einfach folgende Regel beachten.

Also gilt:
![]()
eingesetzt in
![]()
ergibt
![]()
ausmultiplizieren
![]()
Zusammenfassen
![]()
h kürzen
![]()
![]()
Für
jeden x-Wert der Funktion f(x)= 3x²-2x+3 ist die Tangentensteigung mt
= 6x - 2
In der Mathematik wird die Tangentensteigung einer Funktion f(x) als 1. Ableitung bezeichnet, und mit f’(x) bezeichnet.
Den mühsamen Fußweg zur ersten Ableitung, über den Differentialquotienten, haben wir auf den vorherigen Seiten ausführlich behandelt.
Allerdings gibt es für die meisten Funktionen Ableitungsregeln, die uns das Leben erheblich vereinfachen.
f (x) = x² f’ (x) = 2x
f (x) = x³ f’ (x) = 3x²
f (x) = xn f’ (x) = n*x n-1
Bei Potenzfunktionen gilt allgemein: Der Exponent rückt vor das x , und der Exponent wird um 1 verringert.
f (x) =3 x² f’ (x) = 3*2x 1 =
6 x
f (x) = 4 x 4 f’ (x) = 4*4 x 3 =
16 x 3
f (x) = m xn f’ (x) = m*n*x n-1
Steht ein Faktor vor der Funktion, bleibt dieser Faktor erhalten und wird einfach mit multiplitiert.
f (x) =3 x²
+ 2x f’ (x) = 3*2x 1 +
2*1x0 = 6 x + 2
f (x) = m xn
+ k xl f’ (x) = m*n*x n-1+
k*l*xl-1
Summen und
Differenzen werden gliedweise abgeleitet.
Beispiel:
f (x) = 0,5x³ + 3x² - 5x + 3
f’(x) =
1,5x² + 6x – 5
Wer aufgepasst hat sieht, dass das Absolutglied (Glieder ohne x) am Ende rausgeflogen ist. Warum das so ist wird auf der nächsten Seite erklärt.
Für alle die im Potenzrechnen nicht mehr so fit sind, hier ein paar Regeln
x0 = 1 Eine beliebige Zahl hoch null ist immer 1
x1 = x Eine Zahl hoch 1 ist immer die Zahl selbst
x2 = x * x
x3 = x * x * x
Im Beispiel auf der vorherigen Seite konnte man sehen, dass aus 5x in der Funktionsgleichung nur die 5 übrig blieb.
5x = 5 * x1 Man kann für jedes x auch x1 schreiben.
Nach der Ableitungsregel für Potenzen f’(x)= n*xn-1 gilt:
5 * 1 * x 0 x 0 = 1
5 * 1 * 1 = 5 Es bleibt also nur die 5 übrig.
Eine Zahl am Ende der Funktionsgleichung, der Absolutfaktor, verschiebt eine Funktion nur auf der y-Achse, je nach Vorzeichen, noch oben oder nach unten. An der Steigung der Funktion in jedem beliebigen Punkt auf dem Funktionsgraph ändert der Absolutfaktor nichts. Das bedeutet aber, dass er beim Ableiten entfällt, da die Ableitung ja nur die Steigung in einem Punkt ausdrückt.
Ein Absolutglied in
einer Funktionsgleichung fällt beim Ableiten raus

Beispiel:
Die obenstehende Grafik zeigt bei
1 f (x)=0,5x³ + 3x² - 5x + 3 und bei
2
f (x)=0,5x³ + 3x² - 5x
Wie man sieht ist der Graph bei 1 einfach um 3 nach oben verschoben.
(1 schneidet y bei 3, 2 bei 0)
Die rote Kurve zeigt die 1. Ableitung beider Funktionen.
3 f (x)=1,5x² + 6x – 5
Wie man sieht, hat das Absolutglied keine Auswirkung auf die Ableitung.
Ausgangsfunktion f(x) = c
1. Ableitung f‘(x) = 0
Anmerkung: Die konstante Funktion hat als erste Ableitung immer 0, da sie nirgends eine Steigung aufweist.

Ausgangsfunktion f(x) = mx + c
1. Ableitung f‘(x) = m
Anmerkung: Nur der Faktor bleibt erhalten, da ja nur er das Maß für die Steigung der Funktion ist. X und die Konstante c fallen raus.

Ausgangsfunktion f(x) = xn
1. Ableitung f‘(x) = n × x
n-1
Anmerkung: Der Exponent wandert vor das x und wird selbst um eins verringert.
Allgemein gilt : f‘(x) = n × x n-1

Ausgangsfunktion f(x) = a × x n
1. Ableitung f‘(x) =
a ×n × x n-1
Anmerkung: Der Exponent wandert wieder vor das x und wird dort mit a multipliziert. Der Exponent selbst wird wieder um eins verringert. Der Faktor vor der Funktion wandert unverändert vor die abgeleitete Funktion.
Der Faktor bleibt
erhalten!

Ausgangsfunktion
f(x) =
a × x
n + b × xm + c × x
1. Ableitung
f‘(x) = an × x n-1 + bm × xm-1 + c
Anmerkung: Die ganzrationale Funktion wird Gliedweise wie die normale Potenzfunktion abgeleitet. Das heißt in jedem Glied wird der Exponent wieder mit dem Faktor vor dem x multipliziert. Der Exponent wird dann wieder um eins vermindert.

Ausgangsfunktion f(x) = sin (x)
1. Ableitung f‘(x) = cos (x)
2. Ableitung f(x) =
- sin (x)
Anmerkung: Die Ableitung der Sinusfunktion ist einfach um +90° ( Pi/2) phasenverschoben. Das bedeutet aus Sinus wird Kosinus. Verschiebt man noch weiter zur 2. Ableitung wird daraus der negative Sinus.

Ausgangsfunktion
f(x) = Öx
1. Ableitung
![]()
Anmerkung: Die Ableitung der Wurzelfunktion kann man am einfachsten erklären, wenn man die Wurzel als Potenz mit einem Bruch im Exponenten betrachtet.
f (x) = Öx = x ½
Nun gilt die allgemeine Regel für Potenzen. Die Potenz kommt vor das x und wird um 1 verringert.
f‘ (x) = ½ × x -½
Jetzt ist der Exponent negativ und kann zur 2 in den Nenner wenn das Vorzeichen positiv wird.
![]()
f‘ (x) =
1
2 × x ½
Zuletzt macht man aus der Potenz im Nenner wieder die Wurzel und hat damit die endgültige Ableitung.

Ausgangsfunktion
f(x) = 1/x
1.Ableitung
f‘(x)
= - 1/x²
![]()
Anmerkung: Da der Ausdruck 1/x auch in Potenzschreibweise dargestellt werden kann, ist er auch mit der
Potenzregel differenzierbar.
![]()
x -2 kommt jetzt wieder in den Nenner!
![]()
Über die Kehrwertregel kommt man zum gleichen Ergebnis. Man kann sie auch
leicht anwenden, wenn in der Ausgangsfunktion x in höherer Potenz im Nenner
steht.
Die Regel besagt: y=1/v dann ist y‘= -v‘/v²
Beispiel: f (x) = 1 / x³
dann ist v‘= 3x²
und v² = (x³)² = x6


Ausgangsfunktion
y = a × f(x)
1.Ableitung
y = a × f‘ (x)
Anmerkung: Der Faktor vor einer Funktion bleibt auch in der Ableitung unverändert erhalten.
Beispiel:
y = 5 × sin (x) y‘ = 5 ×
cos (x)
Da der Faktor hier nur die Amplitude der Sinusfunktion ist, bleibt er auch in der Ableitung unverändert erhalten. Das gilt für alle Funktionen vor denen ein Faktor steht.

Ausgangsfunktion
y = a × f(x) + b ×
g(x) + c × h(x)
1. Ableitung
y‘ = a × f‘(x) + b × g‘(x) +
c × h‘(x)
Anmerkung: Die Faktoren vor den Einzelfunktionen bleiben wieder erhalten, die Einzelfunktionen selbst werden gliedweise abgeleitet.
Beispiel:
f(x) = 3 × sin(x) + 2 × Öx + 0,5 x²
f‘(x)
= 3 × cos(x) + 2 × 1/(2×Öx) +
0,5 × 2x
f‘(x)
= 3 × cos(x) + Öx +
x
Besteht eine
Funktion aus einer Summe mehrerer Funktionen, so wird jeder Summand einzeln
differenziert.
Besteht eine Funktion aus mehreren Funktionen, die miteinander multipliziert werden, so kann nicht gliedweise differenziert werden.
Die Produktregel sagt:
f (x) = g(x) ´ f(x)
f ’(x) = g’(x) ´ h(x) + g(x) ´ h’(x)
Beispiel:
Gegeben ist die Funktion f (x) = x²
´ sin (x).
Gesucht ist die 1. Ableitung
Hier ist also g(x) x²
und h(x) sin (x)
Eingesetzt in die Produktregel
f ’(x)
= 2x ´ sin(x) + x² ´ cos(x)

Besteht eine Funktion aus mehreren Funktionen, die durcheinander geteilt werden, so kann nicht gliedweise differenziert werden.
Die Quotientenregel sagt:
f (x) = g(x) /
f(x)
f ’(x) = g’(x) ´ h(x) - g(x) ´ h’(x)
( h(x) )²
Beispiel:
Gegeben ist die Funktion f (x) = x²
/ sin (x).
Gesucht ist die 1. Ableitung
Hier ist also g(x) x²
und h(x) sin (x)
und (h(x))² sin²(x)
Eingesetzt in die Quotientenregel
f ’(x)
= 2x ´ sin(x) - x²
´ cos(x)
sin²(x)

Besteht eine Funktion aus mehreren Funktionen, die miteinander verkettet sind, kann nicht gliedweise differenziert werden. Hier muss die Kettenregel angewendet werden. Die Kettenregel sagt aus, dass die Ableitung der inneren Funktion mit der Ableitung der äußeren Funktion multipliziert werden muss, um die Ableitungsfunktion der Gesammtfunktion zu erhalten.
Die Kettenregel sagt:
f (x) = g ( h (x) )
f ’(x) = g ‘ ( x ) * h ‘ ( x )
Beispiel:
Gegeben ist die Funktion f (x) = sin
( x² )
Gesucht ist die 1. Ableitung.
Hier ist
g (x) = sin ( x )
( das x in der Klammer ist natürlich
x², wird aber weggelassen, da es zur Ableitung der äußeren Funktion nicht
notwendig ist. )
und
h (x) = x²
Die Ableitung von g ( x )
Die Ableitung der Sinusfunktion ist
die Kosinusfunktion, also ist
g
‘ ( x ) = cos ( x )
Das x in der Klammer wird
jetzt wieder durch das x² ersetzt:
g ‘ ( x ) = cos ( x² )
Die Ableitung von h ( x )
h ’ ( x ) = 2x
Eingesetzt in die Produktregel:
f ’(x) = cos ( x² )
* 2 x

Bei den bisherigen Funktionen hatten wir noch nie x im Exponenten. Dadurch haben wir bis jetzt auch noch keine Möglichkeit, diese Funktionen abzuleiten.
Sehen wir uns zunächst einige Funktionen an:

Zunächst fällt auf, dass alle Funktionen durch den Punkt (0/1) gehen. Das ist auch logisch, da jede reelle Zahl hoch 0 per Definition 1 ergibt.
Eine Besonderheit unter den Exponentialfunktionen bildet die e-Funktion, die als Basis die Zahl e hat. e ist eine irrationale Zahl (e = 2,7182818......) die auf den Mathematiker Leonhard Euler zurückgeht.
Genau diese e-Funktion bildet den Schlüssel für die Ableitungen aller Exponentialfunktionen. Zuerst muss man zwei Dinge Wissen:
1. Jede Exponentialfunktion kann auf die e-Funktion zurückgeführt werden.
2. Die Ableitung der Funktion ex ist ex.
Wie wandelt man eine beliebige Funktion in eine e-Funktion um?
Es gilt:
![]()
Man kann also jede Funktion umwandeln in dem man als Basis e
wählt und in den Exponenten
einsetzt.
Beispiele:
![]()
![]()
![]()
![]()
( Kann man mit dem Taschenrechner kontrollieren )
Beispiel:
Finden Sie die erste Ableitung der Funktion ![]()
1. Umwandeln in eine e-Funktion
![]()
2. e-Funktion ableiten
Sieht man sich die Funktion
genauer an, fällt auf
dass es eigentlich eine Verkettung von
und
ist. Und bei
verketteten Funktionen gilt ja „innere Ableitung mal äußere Ableitung“. Also
bilden wir zuerst die innere Ableitung:
![]()
Die äußere Ableitung ist:
Weil die Ableitung der e-Funktion die e-Funktion ist.
Hierbei ist wieder daran zu denken, dass für x im
Exponenten eigentlich
steht.
Also ist die innere mal die äußere Ableitung:
![]()
wobei der 2. Teil
ja genau
entspricht. Also ist:
![]()
Zusammengefasst gilt also:
Exponentialfunktion ![]()
1. Ableitung ![]()
Weiteres Beispiel:
![]()
Umwandeln in die e-Funktion:
![]()
innere Anleitung ist:
(Produktregel
anwenden)
![]()
äußere Ableitung ist:
![]()
und das entspricht ![]()
innere mal äußere Ableitung ist:
![]()
Also ist:
![]()

![]()
4 Anwendungen der Differentialrechnung
Die Kurvendiskussion hilft uns, den graphischen Verlauf einer Funktion zu erkennen. Heute nehmen uns Programme wie Funktionsplotter oder graphische Taschenrechner diese Arbeiten weitgehend ab. Aber zum Verständnis wie der Graph einer Funktion aussieht, sind Kenntnisse zur Bestimmung von Kurvenmerkmalen wichtig. Diese Merkmale sind beispielsweise das Monotonieverhalten, Nullstellen oder Extremwerte der Funktion.
Über die Kurvendiskussion werden genau diese Merkmale herausgearbeitet, und können abschließend in einer Skizze dargestellt werden.
Bevor wir Beginnen, will ich erst einen kurzen Überblick
geben, was alles nötig ist um eine Kurvendiskussion durchzuführen.
1.Die erste, zweite und dritte Ableitung der Funktion muss gefunden werden.
2.Der Definitionsbereich muss bestimmt werden. In der Regel kommen bei Abiturprüfungen ganzrationale Funktionen vor, deren Definitionsbereich die realen Zahlen sind. Kommt aber ein gebrochen rationale Funktion (x steht im Nenner der Funktion) vor, gibt es Grenzwerte oder Polstellen die beschrieben werden sollen.
3.Das Monotonieverhalten der Funktion. (Punkt- oder Achsensymmetrie)
4.Nullstellen der Funktion (Stellen an denen der Graph die x-Achse schneidet)
5.Extremwerte der Funktion (Hoch-, Tief- und Sattelpunkte)
6. Wendepunkte
7. Das Verhalten im Unendlichen.
8.Die Skizze
Der erste Schritt der Kurvendiskussion ist immer das Finden von Ableitungen der Funktion. (gibt immer Punkte!)
Folgende Funktion ist gegeben: ![]()
1. Ableitung ![]()
2.Ableitung ![]()
3. Ableitung ![]()
Wenn wir von Monotonieverhalten sprechen, meinen wir, in welchen Bereichen die Funktion steigt oder fällt. In den Bereichen, in denen sie steigt, ist sie monoton steigend ansonsten ist sie monoton fallend.
Wir wissen ja bereits, dass die erste Ableitung die Tangentensteigung der Funktion angibt. Also müssen wir nur herausfinden, wo die Tangentensteigungsfunktion positiv oder negativ ist. Denn dann können wir genau die Bereiche eingrenzen in denen die Funktion f (x) steigt oder fällt.
1. Ableitung ![]()
3 ausgeklammert ![]()
In der Klammer sehen wir jetzt x² - 4 . Die gesamte Funktion ist genau dann Null, wenn
(x² - 4) Null ergibt, denn 3 mal (0) ist ja bekanntlich Null.
Wenn also x den Wert 2 hat, ist der Funktionswert Null. Aber auch bei einem x-Wert von -2 ist der Funktionswert Null. Daraus können wir aber gleichzeitig folgern, dass links von x = -2 und rechts von x = 2 die Ableitungsfunktion positiv sein muss, und dadurch die Funktion auch monoton steigend ist. Das können wir überprüfen, indem wir verschiedene Werte in die Ableitungsfunktion einsetzen.
x = -3
positiv
x = -2
null
x = -1
negativ
x = 1
negativ
x = 2
null
x = 3
positiv

Man schreibt:
f(x) = monoton steigend für x < -2 und x > 2
(f
von x ist monoton steigend für x kleiner –2 und x größer 2)
f(x) = monoton fallend für x > -2 und x < 2
Rechts ist der ungefähre Verlauf der Funktion skizziert. Man bekommt hier schon einen ersten Eindruck über die Kurvenform.
Es gibt einige einfache Merkmale einer Funktion (Ganzrational), an den man klar ablesen kann, ob die Funktion Achsensymmetrisch ist. Achsensymmetrisch bedeutet hier, dass der Graph an einer Achse (x, y) gespiegelt ist.
Hat eine Funktion nur gerade
Exponenten, ist sie achsensymmetrisch zur
y-Achse.
Für die Punktsymmetrie gibt es auch ein Merkmal: (bei ganzrationalen Funktionen)
Hat eine Funktion nur ungerade
Exponenten, ist sie punktsymmetrisch zum
Ursprung.
Es gibt aber auch Funktionen, die nicht zur y-Achse symmetrisch sind, aber trotzdem eine Achsensymmetrie besitzen.
Die Nebenstehende Funktion zeigt diesen Zusammenhang an der Funktion
![]()
Wie man sieht, ist die Symmetrieachse eine senkrechte Linie, welche die x-Achse im Punkt 2 schneidet. Wie die Funktion schon zeigt wird hier von jedem x-Wert zwei abgezogen und dadurch die Funktion um zwei Punkte nach rechts verschoben. Daraus kann man aber auch den Schluss ziehen, dass die Funktion achsensymmetrisch zur y-Achse währe, wenn man von jedem x-Wert 2 abzieht!

Auf unsere Ausgangsfunktion bezogen gilt also:
hat nur ungerade Exponenten (x = x1), ist also punktsymmetrisch zum Ursprung.

Die Nullstellen einer Funktion sind die Stellen, an denen der Graph die x-Achse schneidet, also der Funktionswert null ist.
Da wir eine Funktion haben, bei der die höchste Potenz eine 3 ist, können auch maximal 3 Nullstellen auftreten. Es können aber auch weniger sein.
Da die Funktion nur ungerade Exponenten aufweist, wissen wir aus dem Symmetrieverhalten, dass eine Nullstelle im Ursprung des Koordinatensystems liegen muss. Also ist eine Nullstelle bei
x1 = 0.
Da der Funktionswert (y-Wert) an einer Nullstelle null ist, setzen wir die Funktionsgleichung einfach zu null.
![]()
![]()
Die anderen Nullstellen bekommen wir durch Ausklammern von x.
![]()
![]()
Da bei einer Multiplikation das Ergebnis immer null ist, sobald ein Faktor null ist, liegt die Lösung auf der Hand. Eine Nullstelle ist x = 0, da der Faktor x vor der Klammer die eine Möglichkeit darstellt (Haben wir ja schon aus dem Symmetrieverhalten erkannt). Die zweite Möglichkeit, um die Multiplikation zu null werden zu lassen ist die Lösung der Klammer (x² - 12).
Da das eine quadratische Gleichung ist, lösen wir diese einfach mit der A-B-C Formel auf.
Unsere Komponenten sind
A=1 B=0 C=-12
![]()
![]()
![]()
![]()
Die beiden anderen Lösungen sind also x2 = 3,4641 und x3 = -3,4641
Unsere Funktion
hat also drei
Nullstellen und die sind.
x1 = -3,4641 x2
= 0 x3 = 3,4641
Mit diesen Ergebnissen können wir unsere Funktion schon etwas genauer skizzieren.
Unter lokalen Extremwerten versteht man die Punkte im Graph, bei denen die höchsten und tiefsten Punkte liegen. Lokal sind sie deshalb, weil wir ja nur ein beschränktes Intervall (Ausschnitt) betrachten. Links und rechts dieses Intervalls können die Funktionswerte größer oder kleiner sein.
Eine Funktion hat dann einen Hochpunkt, wenn links und rechts keine Punkte liegen, die höher sind (logisch :-)
Das Gleiche gilt analog für Tiefpunkte
Weiterhin ist die Steigung der Tangente in diesem Punkt der
Funktion null (Berggipfel/Tal). Diese Bedingung für eine Extremwert bezeichnet
man auch mit grundlegende Bedingung.

Da wir bereits wissen, dass die erste Ableitung einer Funktion etwas über die Tangentensteigung aussagt, müssen wir diese nur zu null setzen um Punkte zu finden die eine Tangentensteigung von Null besitzen.
Erst Ableitung ![]()
Nullsetzen ![]()
Hier handelt es sich wieder um eine quadratische Gleichung, die wir mit der A-B-C Formel auflösen.
A=3 B=0 C=-12
![]()
![]()
![]()
![]()
Die erste Ableitung hat also zwei Nullstellen und die sind.
x1 = -2 x2
= 2
Wir wissen jetzt, dass unsere Funktion zwei lokale Extremwerte besitzt. Wir müssen aber noch prüfen, welcher ein Hochpunkt oder ein Tiefpunkt ist.
Diese Prüfung ist die sogenannte hinreichende Bedingung.
Überlegen wir, wie wir die beiden Punkte unterscheiden können. Dazu setzen wir die gefundenen Punkte in die zweite Ableitung für x ein, erhalten wir unterschiedliche Ergebnisse.
2. Ableitung ![]()
![]()
Negativ Positiv
Wir bekommen in der zweiten Ableitung einmal einen positiven und einmal einen negativen Wert.
Ein Hochpunkt in einer Funktion hat links davon immer eine positive Tangente und rechts eine Negative. Der Hochpunkt selbst hat eine Steigung von null.
Ein Tiefpunkt in einer Funktion hat links davon immer eine negative Tangente und rechts eine Positive. Der Tiefpunktpunkt selbst hat eine Steigung von null.
Da die Ableitung der Ableitung ( 2. Ableitung ) ja ebenfalls die Tangentensteigung der ersten Ableitung angibt, muss im entsprechenden x-Wert bei einem negativer Wert in der 2. Ableitung ein lokales Maximum darstellen. Ein positiver Wert ist dann ein Minimum.
Nach dem wir also festgestellt haben wo Extremwerte liegen, müssen wir diese nur noch in die 2. Ableitung einsetzen und das Ergebnis prüfen.
Positives Ergebnis in der 2. Ableitung = lokales Minimum
Negatives Ergebnis in der 2.
Ableitung = lokales Maximum
Sattelpunkte sind die Stellen einer Funktion an denen kein Maximum oder Minimum vorliegt, aber dennoch die erste Ableitung keine Tangentensteigung hat.
Sie werden genau wie Extremwerte gesucht. Die gefundenen x-Werte ergeben in der 2. Ableitung aber als Ergebnis eine null.
Ergebnis null in der 2. Ableitung = Sattelpunkt

Wie man sieht, hat die nebenstehende Funktion weder einen Hoch- noch einen Tiefpunkt. Die Stelle an der die Tangentensteigung Null ist, liegt hier ein Sattelpunkt.
Bei unserer Funktion ergab die hinreichende Bedingung allerdings einen Hochpunkt bei x = -2 (weil in der 2. Ableitung das Ergebnis negativ war) und einen Tiefpunkt bei x = 2 (Positive 2. Ableitung)
Wir setzen die gefundenen Punkte noch in die Ursprüngliche Funktion ein um die y-Werte auszurechnen.
zu x = -2 ![]()
zu x = 2 ![]()
Wir haben also ein lokales Maximum bei
(-2 / 16)
und ein lokales Minimum bei
(2 / -16)

Man erkennt jetzt schon ziemlich genau den Verlauf der Funktion. Auch dass die Funktion keinen Sattelpunkt hat.
Ein Wendepunkt einer Funktion, lässt sich am einfachsten an einem anschaulichen Beispiel verdeutlichen. Stellt euch vor, ihr sitzt im Auto und fahrt auf einer Kurvenreichen Straße. Eine Rechts- und eine Linkskurve kommen direkt nacheinander.
Ihr fahrt jetzt in die Rechtskurve ein und müsst stark lenken, wenn ihr aber aus der Kurve ausfahrt, wird das Lenkrad wieder in Richtung seines Ursprungs zurück gedreht. Jetzt kommt irgendwann der Punkt, an dem die „Nullstellung“ des Lenkrades erreicht wird und ihr anfangt in die Linkskurve einzufahren.

Der Punkt zwischen den Kurven wo das Lenkrad auf seinem Ursprung steht ist ein Wendepunkt.
Wie man an der Grafik schon deutlich sieht, muss die Tangentensteigung am Wendepunkt am größten sein. Die erste Ableitung der Funktion muss hier also ein Maximum besitzen, und nach einem Maximum haben wir schon einmal gesucht.
Besitzt die erste Ableitung ein Maximum muss die zweite Ableitung genau dort eine Nullstelle haben.
1.Maximum der ersten Ableitung = Nullstelle der zweiten Ableitung
Funktion
![]()
1. Ableitung
![]()
2.Ableitung
![]()
3.Ableitung
![]()
![]()
Nach x auflösen
![]()
Wir haben also eine Nullstelle im Koordinatenursprung gefunden, müssen aber noch prüfen, ob es sich wirklich um einen Wendepunkt handelt.
Dazu müssen wir prüfen ob an der Stelle des gefundenen Punktes die 3. Ableitung ungleich Null ist (sonst wäre es ja ein Sattelpunkt).

Da die 3. Ableitung konstant 6 ist, muss im Punkt 0 / 0 ein Wendepunkt sein.
Im untenstehenden Graphen ist der Verlauf der Funktion
![]()

mit den gefundenen Merkmalen gezeichnet. Das Intervall (der Ausschnitt) das wir hier sehen, ist allerdings von ca. –5 bis +5 beschränkt. Die Funktion liefert aber für alle positiven und negativen x-Werte den entsprechenden y-Wert. Die Frage ist nun wie sich die Funktion im Unendlichen (-/+) verhält.
Da das Verhalten einer Funktion immer von dem Glied abhängt, dass x in der höchsten Potenz aufweißt, hier also x³, betrachten wir nur dieses Glied genauer.
Weiter ist klar, dass x im Nenner der Funktion nicht vorkommt und dadurch weder eine Polstelle noch ein Grenzwert vorliegt.
Durch x³ ist also ganz klar zu erkennen, dass bei großen x-Werten auch große y-Werte als Ergebnis auftauchen. Im positiven Bereich strebt die Funktion also gegen plus unendlich und im negativen x-Bereich gegen minus unendlich. (minus mal minus mal minus = minus)
Man sagt die Funktion divergiert
Betrachten wir die einfache Funktion
![]()
Hier kann man deutlich sehen, dass bei steigenden x-Werten
der Funktionswert immer kleiner wird und durch x² im positiven und im
negativen. (minus
mal minus = plus)
Man sagt, die Funktion konvergiert im unendlichen gegen Null.

Im Koordinatenursprung dagegen weißt die Funktion ein anderes Verhalten auf. Der Funktionswert wird bei immer kleineren x-Werten immer größer, erreicht aber nie die y-Achse.
Man sagt die x- und die y-Achse sind Asymptote
Gebrochen-rationale Funktionen
Die Funktion
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hat im Nenner x stehen. Überlegen wir wie sich die Funktionsgleichung verhält wenn x den Wert 2 hat.
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Wir teilen durch Null, und das ist bekanntlich nicht definiert. Also hat die Funktion an dieser Stelle eine Lücke. Die Funktion nähert sich von beiden Seiten dem Grenzwert von –1, erreicht ihn aber nicht. Kann man in diese Lücke einen Grenzwert, hier –1, einsetzen, sagt man die Lücke ist hebbar.

Abschließend wird die Funktion noch (am besten auf Millimeterpapier) gezeichnet, und alle gefundenen Merkmale beschriftet.

Der Bereich der Extremwertaufgaben beschäftigt sich damit, einen gegebenen Zusammenhang in einer Funktion abzubilden. Durch die Funktionsbeschreibung kann dann ein evtl. Hoch- oder Tiefpunkt ( Extremwert ) errechnet werden.
Oft sind es
Aufgaben aus der Verpackungsindustrie, die versuchen z.B für ein Dosenvolumen
die kleinstmögliche Oberfläche der Dose zu berechnen, um den Materialaufwand so
klein wie möglich zu halten.
Aufgabe : Eine Blechdose mit 15 Liter (dm³) Inhalt, soll so gebaut werden, dass der Blechverbrauch minimal ist.
Der erste Ansatz ist hier, sich die Formeln für die beiden Bedingungen der Dose zu suchen. Diese Bedingungen sind erstens das Volumen der Dose, und zweitens die Oberfläche. Da die Oberfläche bei gegebenem Volumen ein Minimum haben muss, ist die Formel der Oberfläche die Extremalbedingung. Die zweite Formel zur Volumenberechnung ist die sogenannte Nebenbedingung

Extremalbedingung
Oberfläche = 2 × Grundfläche + Mantelfläche
O =
2 × P × r² + 2 × P × r × h
Nebenbedingung
Volumen = r² × P × h
In der Formel für
die Oberfläche sind zwei Größen unbekannt ( r,
h). Wir verändern deshalb die die Nebenbedingung
so, dass h gesucht ist. Diese Formel können wir
dann in die Extremalbedingung einsetzen. (Ist eigentlich nur die Anwendung des
Einsetzungsverfahrens)
Im nächsten Schritt setzen wir h in die Extremalbedingung ein und vereinfachen den gefundenen Ausdruck
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Jetzt haben wir die Funktion gefunden, bei der wir ein
Minimum suchen. Zum weiteren
Vorgehen müssen wir noch die 1. und 2.. Ableitung der Funktion suchen.
Funktion ![]()
1. Ableitung ![]()
2. Ableitung ![]()
Da wir schon
wissen, dass die erste Ableitung einer Funktion die Tangentensteigungsfunktion
ist, müssen wir diese nur zu Null setzen, und nach dem Radius (r) auflösen.
(Zur Erinnerung: Ist die Steigung einer Tangente
0, handelt es sich um einen Hoch- oder Tiefpunkt.)
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1,337
dm
Nun wissen wir, dass bei einem Radius von 1,337 dm ein Hoch- oder Tiefpunkt der Funktion liegt. Durch Einsetzen des Wertes in die 2. Ableitung können wir erkennen, um was es sich handelt
(Ergebnis
ist positiv = Minimum, Ergebnis ist negativ = Maximum)
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= 37,67 Lokales Minimum
Da das Ergebnis
positiv ist, handelt es sich um einen Tiefpunkt der Funktion.
Anders gesagt,
bei einem gegebenen Volumen von 15 Litern und
einem Radius von 1,337 dm ergibt sich
ein Minimum an Materialverbrauch.
Zum Schluss setzen wir noch den gefundenen Radius in die Nebenbedingung ein, um die Höhe auszurechnen.
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h
= 2,673
Das Ergebnis
unserer Aufgabe ist somit:
h
= 2,673 dm r = 1,337 dm

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Die Funktionsgleichung in der „Normalform“ sieht so aus:
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Wie man sieht,
ist wirklich bei 1,337 ein Tiefpunkt der Funktion.
Die zweite Aufgabe ist etwas komplexer, aber kann auf die gleiche Weise gelöst werden.
Aufgabe:
Eine Dose (V=15 Liter ) soll einen halbrunden Aufsatz bekommen. Die Frage ist nun, bei welchem Verhältnis von Radius und Höhe die Oberfläche ein Minimum hat.

Extremalbedingung
Oberfläche = Boden + Mantelfläche + Halbkugel
O = P r² +
2 P r × h + 2
P r²
Nebenbedingung
Volumen
= Vzylinder + VKugel
V = Pr² × h + 2/3
Pr³
Nebenbedingung umstellen nach h
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O =
P r² + 2 P r × h + 2
P r²
O =
P r² + 2 P r × (
) + 2
P r²
Kürzen
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Zusammenfassen

Funktion
1.Ableitung
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2.Ableitung
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Nullsetzen der ersten Ableitung
½ +2V/r²
½ / 2V
½ / r
½ Stürzen u. 3. Wurzel
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Ergebnis in die 2. Ableitung einsetzen
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Der gefundene Wert ist ein lokales Minimum
Abschließend setzen wir h in die Nebenbedingung ein,
um die Höhe zu berechnen.
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r = h
Der Materialverbrauch ist, egal welches Volumen der Behälter hat, am geringsten, wenn der Radius und die Höhe den gleichen Wert haben.
Abschließend zeichnen wir die Funktion.
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Die Funktionsgleichung in der „Normalform“ sieht so aus:

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Aufgabe: In einem Kegel mit dem Verhältnis Höhe zu Durchmesser gleich 3/2, soll ein Zylinder mit maximalem Volumen gefunden werden.

Extramalbedingung
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Nebenbedingung
Die Nebenbedingung wird uns von der Geradengleichung y=mx+b geliefert. Wir erstellen sie für die gestrichelte (blaue) Seite des Kegels. Ihre Steigung bekommen wir aus dem Verhältnis Aus hk=-3 und rk=1. Der Achsenabschnitt ist dann hk=3.
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Da y jeden Punkt auf der Gerade beschreiben kann, setzen wir ihn für hz in die Extremalbedingung ein. rz entspricht dann x.
Einsetzen, vereinfachen und ausmultiplizieren
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der Funktion
Funktion
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1.Ableitung
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2.Ableitung
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Erste Ableitung Nullsetzen und Maximalwerte suchen.
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a=-9P b=6P
Mit der A-B-C Formel bekommt man nun 2 Extremwerte x1=2/3 (0,6666...) und x2=0
Werte in die 2. Ableitung einsetzen
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Für x1=-18,84 und für x2=18,84
Also liegt bei x1=2/3
ein Maximum der Funktion. Da der Radius des Kegels ja 1 ist gilt allgemein: 2/3
rk ist das Maximum.
Den gefundenen Wert in die Nebenbedingung einsetzen
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In der Nebenbedingung ist x jetzt der gefundene Wert rz (2/3). y ist die Höhe des Zylinders.
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Da die Höhe des Kegels 3 ist gilt die Beziehung
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Der Zylinder hat ein Maximum
bei rz=2/3rk und hz=1/3hk
Ein Dorf möchte einen Fußballplatz mit einer 400m langen Laufbahn anlegen. Dabei soll der Sportplatz eine maximale Fläche habe.
Wie lang muss der Platz sein und wie groß ist die maximale Fläche des Platzes.

Die Fläche des Platzes ist
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und das ist die Extremalbedingung.
Die Länge der Laufbahn ist 400m und setzt sich zusammen aus
(Nebenbedingung)
Die Nebenbedingung stellen wir nach d um,

setzen sie in die Extremalbedingung ein und suchen die erste Ableitung.

Erste Ableitung Nullsetzen und nach l auflösen
Die Länge des Platzes muss
also 100m sein
Die Fläche des Platzes errechnen wir, indem das Ergebnis in die Funktion eingesetzt wird.
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Die Fläche beträgt dann 6366,2m²![]()